Erstes Duell geht an FASS

Zum Auftakt der Playoff-Serie unterliegen wir den Hauptstädtern knapp mit 4:6 (0:1; 2:3; 2:2).
Trotz frühen Rückstands hielten wir die Partie bis zum Schluss offen – am Ende hatten die Berliner die Nase vorn und gehen nun mit 1:0 in der Best-of-5 Serie in Führung.

 

Die heiße Phase der Saison hat begonnen – und für die Crashers ging es direkt in die Höhle des Löwen. Im ersten Playoffspiel führte der Weg für die Jungs von Cheftrainer Jiri Charousek in die Hauptstadt, ausgerechnet gegen den amtierenden Meister und aktuellen Tabellenführer der RLO. Eine harte Nuss, die es zu knacken galt, denn die Berliner präsentierten sich in der Hauptrunde als nahezu unbezwingbar. Von 24 Spielen mussten sie sich nur viermal geschlagen geben – und davon lediglich drei Mal nach Verlängerung.

Die Statistik spricht also eine klare Sprache. Doch die Crashers haben bereits bewiesen, dass sie das Zeug dazu haben, den Favoriten zu schlagen. Im letzten Aufeinandertreffen gelang ihnen ein starker 3:2 Heimsieg – ein erstes Ausrufezeichen in Richtung Hauptstadt.

 

Zum Kader: Mit bewährter Stärke in die Playoffs

Im Vergleich zum letzten Hauptrundenspiel gegen Lauterbach gab es nur zwei Anpassungen im Aufgebot der Crashers. Während in der Verteidigung Defensivspieler Michal Zizka, übrigens Geburtstagskind am gestrigen Freitag, zurückkehrte, feierte in der Offensive ein wichtiger Akteur sein Comeback: Willy Rudert stand nach seiner Verletzungspause wieder im Kader und sollte für neue Impulse im Angriff sorgen.

Ansonsten setzte Cheftrainer Jiri Charousek auf Kontinuität. Die bekannten Reihen mit Zierold, Olbrich, Schneider, Töpker und Engel in der Verteidigung sowie Röher, Hala, Franke, Kneuse, Kießling, Werner, Hirsch und Lysk im Sturm blieben unverändert.

Zwischen den Pfosten startete erneut Kopp, mit Kufa als Backup.

 

1. Drittel – Früher Schock und verpasste Chancen

Unsere Jungs hatten sich für das erste Playoffspiel viel vorgenommen, doch der Start ins Halbfinale verlief alles andere als optimal. Die Crashers brauchten Zeit, bis sie ins Spiel fanden – doch diese Zeit gab ihnen Berliner nicht. Kaum angepfiffen, schon klingelte es im eigenen Netz. Der Berliner Stürmer Voleynec nutzte 12 Sekunden nach Beginn der Partie die Unordnung in der Chemnitzer Defensive und brachte die Hausherren früh mit 1:0 in Führung.
Die Gäste ließen sich davon jedoch nicht entmutigen und kämpften sich Schritt für Schritt zurück ins Match. Sie erspielten sich eigene Torchancen, fanden Lücken in der Berliner Defensive und setzten immer wieder Akzente in Richtung gegnerisches Tor. Doch Keeper Eric Steffen erwies sich als sicherer Rückhalt und entschärfte einige gefährliche Situationen.

Auch zwei Powerplays boten die Chance auf den Ausgleich – doch beide blieben ungenutzt. Pässe kamen nicht präzise genug an, die Abschlüsse wurden zu ungenau oder fanden direkt den Weg in die Fanghand von Steffen. So ging es mit einem knappen, aber nicht unverdienten 1:0 für die Gastgeber in die erste Drittelpause.

 

2. Drittel – Crashers mit Aufholjagd, Berlin kontert

Auch der Start ins zweite Drittel fiel den Gästen aus Chemnitz nicht leicht. Kaum war die Pause vorbei, zeigten die Berliner, warum sie aktuell zu den BESTEN der Liga gehörten. Knapp vier Minuten nach Wiederanpfiff erzielte Jentzsch auf Vorlage von Volynec und Polok das 2:0 und baute die Führung der FÄSSer weiter aus.

Doch diesmal kam die Antwort der Crashers prompt: Unser Stürmer Daniel Hala setzte sich im Alleingang gegen die Berliner Defensive durch und erzielte mit einem präzisen Abschluss den Anschlusstreffer zum 1:2. Und damit nicht genug: Nur wenige Minuten später schnürte Hala seinen Doppelpack und traf nach tollem Zuspiel von Rudert in Überzahl zum 2:2 Ausgleich. Das Spiel war wieder offen!

Doch das zweite Drittel entwickelte sich zu einer echten Berg- und Talfahrt. Kaum war die Führung der Gastgeber egalisiert, setzten die Berliner zur Gegenoffensive an. Innerhalb von nur drei Minuten trafen Voleynec und Thielsch für die Hausherren und sorgten mit ihren Toren für das 4:2. Damit verschafften sich die Hausherren etwas Luft und die Crashers mussten nach der Aufholjagd wieder einem Rückstand hinterherlaufen.

 

3. Drittel – Berlin behält die Oberhand

Im letzten Drittel gelang den Crashers ein gelungener Start: Keine zwei Minuten waren gespielt, da traf Daniel Hala zum dritten Mal in dieser Partie! Nachdem Verteidiger Zizka den Weg freigespielt hatte, ließ Hala der Berliner Abwehr keine Chance und sorgte für die Hoffnung, dass das Spiel noch kippen könnte. Doch die Berliner hielten dagegen: In der 46′ Spielminute traf Herzog zum 5:3 und stellte den 2-Tore-Vorsprung der Gastgeber wieder her.

In den finalen Minuten setzte Cheftrainer Jiri Charousek alles auf eine Karte. Mit einem mutigen Manöver nahm er Crashers Keeper Kevin Kopp für einen zusätzlichen Feldspieler aus dem Tor. Die Gäste setzten alles auf offensive Aktionen und versuchten, mit einem aggressiven Pressing den Ausgleich zu erzwingen. Doch das Risiko wurde nicht belohnt: Die FÄSSer nutzten einen Konter und der Puck landete im leeren Tor zum 6:3.

Etwas überraschend erzielte Franke, übrigens jüngster Spieler des Teams, in numerischer Unterzahl den Anschlusstreffer. Auf Vorlage von Schneider und Hirsch traf er 28 Sekunden vor Schluss zum 4:6 Endstand. Trotz des letzten Aufbäumens der Crashers blieb den Gästen der Ausgleich verwehrt, und Berlin sicherte sich den Sieg.

 

Damit können die Hauptstädter das erste Playoffspiel für sich entscheiden.

Die Revanche gibts bereits morgen: Am Sonntag, 09.03. kämpfen die Jungs von Mannschaftskapitän Hirsch vor heimischer Kulisse um den SERIENAUSGLEICH!

 

TORFOLGE (1:0; 3:2; 2:2):

1:0 Daniel Volynec (Gregor Kubail) 00:12

2:0 Nico Jentzsch (Daniel Volynec, Justin Polok) 23:45

2:1 Daniel Hala 28:43

2:2 Daniel Hala (Willy Rudert) 30:48 PP1

3:2 Daniel Volynec (Gregor Kubail) 30:58

4:2 Dennis Thielsch (Markus Babinsky, Ludwig Wild) 33:12

4:3 Daniel Hala (Michal Zizka) 41:24

5:3 Nils Herzog (Benjamin Hüfner) 45:22

6:3 Nils Herzog 57:06 EN

6:4 Moritz Franke (Tim Schneider, Kenneth Hirsch) 59:32 SH1

 

ZUSCHAUER: 248

Chemnitz Crashers