Chemnitz Crashers holen beachtlichen Sieg

Diese Partie wird wohl als eine der verrücktesten in die Geschichte der Crashers eingehen: Am Samstag gewannen die Chemnitzer ihr Heimspiel in der Eishockey-Regionalliga gegen den Tabellenzweiten Fass Berlin mit 8:5 (2:4, 3:1, 3:0). Nach gut 25 Minuten glaubten viele der 530 Zuschauer in der Küchwald- Halle wohl nicht mehr an einen Sieg der Gastgeber, denn zu diesem Zeitpunkt lagen die Crashers 2:5 hinten. Aber dann drehten die Cracks vom ESV Chemnitz richtig auf, ließen kein Gegentor mehr zu und erzielten selbst sechs Treffer.

 

Matchwinner war der fünffache Torschütze Patrick Fritz. „Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, dass ich in einem Spiel fünfmal getroffen habe. Ich glaube, das war bei den Kleinschülern“, sagte der 20-Jährige. Der Sieg sei dem gesamten Team zu verdanken. „Jeder hat sich reingehauen. Zudem hatten wir mit Pierre Ulbricht im Tor einen starken Rückhalt. Und wenn es einmal läuft, dann läuft es“, betonte der Crashers-Stürmer. Genauso sah es Spielertrainer Tobias Rentzsch, der neben Patrik Hunady und Viktor Braun ebenfalls zu den Torschützen zählte. „Die Mannschaft hat sich in einen wahren Rausch gespielt. Wir mussten nach dem Drei-Tore-Rückstand mehr Risiko eingehen. Das ist uns hervorragend gelungen“, sagte der 29-Jährige.

 

Trotz des Sieges gegen Fass Berlin wird es schwer, die Playoffs zu erreichen. „Es ist zwar rechnerisch noch möglich. Das hängt jedoch nicht allein von uns ab“, so Rentzsch. Im Moment liegen die Crashers auf Rang sechs mit drei Punkten Rückstand zu einem Playoff-Platz. Aber einige Teams, die in der Tabelle vor den Chemnitzern liegen, haben drei bis fünf Spiele weniger absolviert. Auch wenn das Saisonziel nicht erreicht wird, werde man weiter auf den eigenen Nachwuchs setzen. Eine Neuverpflichtung für das laufende Spieljahr gebe es wahrscheinlich nicht mehr. „Die Wechselfrist endet am 31. Januar, und die Transfergebühren sind nicht gerade niedrig“, berichtete der Spielertrainer. Im September hatte der Verein ferner angekündigt, bis zum Jahresende einen hauptamtlichen Trainer einzustellen. Dieses Thema hat sich nach den Worten von Rentzsch vorerst ebenso erledigt.

(Quelle: Freie Presse)