Chemnitz Crashers unterliegen nur knapp im Derby

Was für ein DERBY? Das erste Pflichtspiel nach vier Jahren verloren die Crashers gegen die Schönheider Wölfe knapp mit 3:4. Von Beginn an drückten

die aus der Oberliga Süd abgestiegenen Erzgebirgler auf die Tube und erarbeiteten sich zahlreiche gute Chancen. In der 10. Minute gingen die Gäste verdient mit 0:1 in Führung. Die Crashers kamen im ersten Drittel nur in Überzahl zu nennenswerten Möglichkeiten. Konnten aber so durch Patrick Fritz in der 16. Spielminute zum 1:1 ausgleichen. Überragend auf Chemnitzer Seite war der Torhüter Pierre Ulbricht, der mit tollen Paraden das Ergebnis bis zum Drittelende verteidigte.

 

Das Mitteldrittel wirkte zerfahren. Die Wölfe nutzten durch Lukas Novacek, der an allen vier Schönheider Toren beteiligt war, eine der wenigen Torchancen und gingen erneut in Führung.

 

Im Schlussdrittel war es erneut Lukas Novacek, der mit einem Doppelpack in der 45. bzw. 55. Spielminute jeweils in Überzahl die Wölfe mit 1:4 in Führung brachte. Nachdem Mannschaftskapitän Michael Stiegler wegen einer Spieldauerdisziplinarstrafe nicht mehr am Spiel teilnehmen durfte, schien die Partie gelaufen. Doch David Weitz schoss drei Minuten vor Abpfiff auf Zuspiel von Nekvinda den 2:4-Anschlusstreffer und rüttelte sein Team wach. Spielertrainer Tobias Rentzsch setzte alles auf eine Karte, nahm eine Auszeit und ersetzte Torhüter Pierre Ulbricht durch einen sechsten Feldspieler. Anderthalb Minuten vor Schluss verkürzte Jan Nekvinda auf Zuarbeit von Stiegler und Braun auf 3:4. In der letzten Spielminute entfachten die Crashers ein wahres Feuerwerk auf den Schönheider Kasten. Doch drei großer Einschussmöglichkeiten wehrten sich die Wölfe erfolgreich gegen stark kämpfende Crashers und konnten das 3:4 bis zum Abpfiff verteidigen.

 

625 Zuschauer bekamen ein sehenswertes Derby geliefert. Die Crashers untermauerten ihren Anspruch, um die Play-Off-Plätze ein Wörtchen mitreden zu wollen. Spieler des Tages auf Seiten der Crashers war der erst 18-jährige Torhüter Pierre Ulbricht.

 

Kommenden Samstag reisen die Crashers zum Absteiger der Oberliga Nord und Ligafavoriten FASS Berlin. Die Akademiker klatschten am vergangenen Wochenende sonst eher stark einzuschätzende Dresdner mit 10:3 an die Wand und gewannen gegen den ESC Berlin mit 6:0. Was beide Ergebnisse wirklich wert sind, wird sich kommendes Wochenende zeigen.

 

Buschmann: „Grundsätzlich kann man mit dem Ergebnis gegen sehr stark einzuschätzende Wölfe zufrieden sein. Ein oder zwei Punkte mehr auf dem Konto, hätten uns zwar gut getan. Am wichtigsten aber für mich ist, dass die Zuschauer mit dem Spiel zufrieden waren. Wir haben tolle Werbung für einen tollen Sport gemacht. Ärgerlich ist, dass wir im nächsten Spiel ohne unseren Mannschaftskapitän Michael Stiegler spielen müssen, der zu Unrecht eine Spieldauerstrafe hinnehmen musste, weil das Schiedsrichtergespann ganz klar eine Spielsituation fehlinterpretierte.“

 

Nach fünf Spielen stehen die Crashers mit sechs Punkten auf Platz vier.

Torschützen:

15:25 – Patrick Fritz
57:00 – David Weitz
58:43 – Jan Nekvinda

 

Drittelergebnisse:

1:1

0:1

2:2

 

 

Crashers – Gemeinsam eine Leidenschaft